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Die amerikanische Uni

So ihr Lieben,

jetzt wird es aber wirklich höchste Zeit etwas über meine ersten zwei Uniwochen zu berichten.
Entgegen aller negativen Vermutungen, bin ich nun doch noch in die zwei heißersehnten Kunstseminare gekommen: 1) Life Drawing 2) Intermediate Photography.....meiner Außenseiterposition als International sei Dank !
Das amerikanische Unisystem gefällt mir wirklich gut. Von der Vorgehensweise könnte man sich in deutschen Landen eine Scheibe abschneiden. Im Schnitt haben hier alle Studierenden 4 Kurse, die 3x in der Woche stattfinden. Das klingt zunächst wenig, ist aber ein ziemlicher Aufwand....(ich sag nur: ellenlange Reading Assignments). Auch schön, dass sich einmal in der Woche in einer Discussion Group getroffen wird, die zumeist von einem TA (Teaching Assistant) geleitet wird. Da kann dann jeder nochmal fragen stellen oder Gespräche zur gelesenen Literatur anregen. Und für deutsche Studenten eine Unmöglichkeit: die Kurse bestehen aus höchstens 20 Leuten --jeder hat einen Sitzplatz.
Die Unigebäude sind hier über die ganze Stadt verteilt. Es bleibt aber genug Zeit von A nach B zu kommen.
Die Mensa ist das größte "All-you-can-eat-Buffet" das man sich vorstellen kann. Zum Verständnis ein Foto:

Da gibt's von asiatischem Essen über Pasta und Pizza bis zu allen erdenklichen Chickenvarianten und selbstbackbaren Waffeln alles was das fettleibige Amiherz begehrt.
Apropos "fett". Auf diese Stadt trifft das mit den übergewichtigen Amerikanern irgendwie gar nicht zu. Man könnte die Studenten hier eher als geradezu sportfanatisch betiteln. Jogger über Jogger am frühen Abend, die einem unmissverständlich klar machen, dass man selbst viel zu wenig Sport betreibt .
Achja, und da gibt es noch einen anderen Sport, dem sich amerikanische Studenten bis zum Exzess verschrieben haben: nämlich der Trinksport . Sobald die Jungs und Mädels hier 21 sind, lassen sie buchstäblich die Sau raus. Für meinen Geschmack etwas zu sehr.
Jede Uni in Amerika hat sogenannte "Sororities" und "Fraternities". Erstere sind weibliche Studentenverbindungen und letztere männliche. Die Mitglieder dieser Verbindungen wohnen in Verbindungshäusern, die meistens mit griechischen Buchstaben kenntlich gemacht sind. "Auffälliger" sind die Mädels, die einer sorority angehören. Nicht nur, dass sie immer im Rudel auftreten, sie sind zudem uniformiert (ob das beabsichtigt ist oder sie extremem mainstream folgen, kann ich nicht genau sagen). Aber sagen wir es so: diese Spezies Student liegt den meisten Europäern fern. Auch dazu ein paar Fotos:


Mitlerweile haben sich in der Stadt schon ein paar Lieblingslokationen zum Ausgehen ergeben. Zur Zeit muss man allerding wirklich aufpassen, dass man sich von dem ganzen Unikram nicht die Freizeit nehmen lässt. Es gibt einen Club namens "The Yacht Club" in dem super Live-Bands spielen. Am Freitag hat da beispielsweise ein klasse Funkband "Jensen Connection" gespielt. Sogar deren Vorband war sehr gut. Überhaupt geht in dieser Stadt musikmäßig einiges. Hin und wieder sieht man hier Musiker, die sich in der Innenstadt treffen, um gemeinsam etwas rumzujamen (der Strom dafür kommt aus dem nächsten Sandwichladen).
Joderle, ansonsten versprech ich demnächst auch mal ein paar Fotos hochzuladen, auf denen ein paar Freunde und ich zu sehen sind.
Morgen ist frei! Labor Day!

In diesem Sinne,
eure Melanie
4.9.06 00:00


Das Pentacrest

Das Hauptgebäude des Campus


19.8.06 02:09


Hey-ho!

Inwischen habe ich es geschafft ein paar Fotos für euch zu schießen, damit ihr wenigstens eine ungefähre Vorstellung von Iowa City und meiner kleinen Behausung in der Clinton Street bekommt.
Die Uni hat hier noch nicht angefangen. Nächste Woche (am 21.) beginnt das Semester und dann soll in diesem beschaulichen Städtchen tatsächlich die Hölle los sein. Eigentlich ist das hier wie ein amerikanisches Marburg: klein und überschaulich, aber voller Studenten und mit enormer Kneipendichte. Ich bin inzwischen in zwei Amerikanistikseminare eingeschrieben. Das erste heißt „Contemporary Cinema“ und das zweite „Sex and Popular Culture“. Mit den Kunstkursen gibt's leider noch Probleme. Ich werde versuchen in ein Seminar zu kommen, das „Life Drawing“ heißt...Hoffentlich klappt das alles.
Die Unigebäude sind jedenfalls unglaublich stattlich, schon fast residenzartig. Da wird einem auffallend klar, dass sie hier etwas mehr Geld in die Education stecken (aber ist ja auch alles privat finanziert). Das Art-Building lieg direkt am Iowa River und hat eine tolle Architektur...absolut traumhaft!
Ansonsten bin ich hier mit Organisationskram beschäftigt. Mein Zimmerchen füllt sich langsam mit allerhand lebensnotwendiger Dinge. Aber verrückt sind die Amis wirklich. Letzte Woche hat eine Baptistengemeinde in Iowa City ein „Give-Away“ für die angereisten Internationals organisiert. Die haben das ganze anliegende Grundstück mit Möbeln vollgestellt, die wir uns einfach so mitnehmen konnten -sogar Umzugswagen wurden bereit gestellt. War echt witzig zu sehen wie sich alle auf die Sachen gestürzt haben. Ich habe eine sehr schöne Nachtischlampe abgestaubt - „Now I believe in god“

eure Melanie
19.8.06 00:58


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